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Zinseszins
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zinseszins ist der Zins, der auf das ursprüngliche Kapital und auf bereits angefallene Zinsen berechnet wird. Er entsteht, wenn Zinsen wieder angelegt oder einbehalten statt ausgezahlt werden — oder wenn sich die Schulden eines Kreditnehmers aufsummieren.
Dem Zinseszins steht der einfache Zins gegenüber, bei dem bereits angefallene Zinsen dem Kapital der laufenden Periode nicht zugeschlagen werden. Der Zinseszins hängt vom angewandten einfachen Zinssatz und davon ab, wie oft kapitalisiert wird.
Zinsperiode[ edit ]
Die Zinsperiode gibt an, wie oft je Zeiteinheit die angefallenen Zinsen regelmäßig dem Kapital zugeschlagen werden. Das kann jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, monatlich, wöchentlich, täglich, stetig oder bis zur Fälligkeit gar nicht geschehen.
Wird beispielsweise monatlich kapitalisiert, der Zins aber als Jahreszins angegeben, so beträgt die Zinsperiodenzahl 12 und die Zeitabschnitte werden in Monaten gemessen.
Effektiver Jahreszins[ edit ]
Damit Verbraucher Finanzprodukte fairer und einfacher vergleichen können, verpflichten viele Länder Banken dazu, den jährlichen Zinseszins für Einlagen und Kredite auf einheitlicher Grundlage anzugeben.
Beispiele[ edit ]
Unternehmens- und Staatsanleihen zahlen meist zweimal im Jahr Zinsen.
Kanadische Hypotheken werden in der Regel halbjährlich kapitalisiert, bei monatlicher Zahlung.
US-Hypotheken sind Tilgungsdarlehen: Die Raten decken zuerst die Zinsen, danach die Tilgung.
Effektive Zinssätze
Die Wirkung von 20 % Jahreszins auf eine Anfangsanlage von 1.000 $ bei verschiedenen Zinsperioden
